WeinhausenPano201412

Buchloer Zeitung ca Dez. 1993

 

Bürgerhaus für Weinhausen
In der jetzigen Schule - Aus der Bürgerversammlung

Weinhausen (gd). Mit fast 50 Bürgerinnen und Bürgern fanden sich bei der Bürgerversammlung in der Weinhausener Schule sogar mehr Besucher ein als in Jengen. Darauf machte Bürgermeister Ludwig Bertele zu Beginn seines Berichtes über das zu Ende gehende Jahr aufmerksam. Bei der anschließenden Diskussion sprachen die Teilnehmer verschiedene Probleme an.

    Der Bürgermeister betonte, daß nach Fertigstellung der neuen Jengener Grundschule das Schulhaus in Weinhausen zu einem Bürgerhaus umgestaltet werden und auf jeden Fall im Besitz der Gemeinde bleiben soll. Die Frage nach Ablauf und Baubeginn der Abwasserentsorgung konnte Bertele nicht genau beantworten. Nachdem das Projekt bereits auf der Dringlichkeitsliste steht, geht er davon aus, daß dies etwa in fünf Jahren sein wird.
    
Angesprochen wurde auch die Kleineinleiter-Abgabe und der Verbleib dieses Geldes. Bertele erklärte, daß diese Abgabe jährlich erhöht werde und der Staat damit den Bau von Kläranlagen unterstütze. Befreit seien diejenigen, die ihr Abwasser ordnungsgemäß entsorgen und dies bei der Gemeinde nachweisen.
    
Der Bau der Bahnüberführung zwischen

Weinhausen und Weicht ist zwar im Haushalt des Kreistages für 1994 vorgesehen, aber eine Grundstücksangelegenheit sei noch nicht geregelt. Deshalb sei der Baubeginn fraglich. Ein Problem wurde gleich an Ort und Stelle gelöst: Da die geteerten Feldwege zuwachsen und somit das Regenwasser nicht mehr ablaufen kann, verpflichtete Bertele einige Bauern, die für Abhilfe sorgen wollen. In diesem Zusammenhang bat Bertele Landwirte, die freie Kapazitäten haben, bei Bedarf als Gemeindearbeiter tätig zu werden. Dankend erwähnte er, daß die Bauern durch die Jagdgenossenschaft zum Unterhalt der Feldwege ihren finanziellen Beitrag leisten.
   
Ein Bürger berichtete, daß die Bahnunterführung zwischen Weinhausen und Beckstetten bei starken Regenfällen unter Wasser steht und außerdem Beton von der Decke abbröckelt und somit die Durchfahrenden gefährdet. Bertele versprach, sich darum zu kümmern, im übrigen plane die Bundesbahn die Sanierung dieser Unterführung. Die Straßenbeleuchtung im Baugebiet, die bereits vor zwei Jahren beantragt wurde, sei immer noch nicht installiert, beklagte ein anderer Bürger. Der Bürgermeister sagte dazu, daß man nicht, wie zunächst geplant, nur eine Lampe, sondern gleich die gesamte Beleuchtung erstellen will.